Kampfrichterwesen unter neuer Leitung
Jürgen Albert (DJB-A-Lizenz) hat am 01.12.2005 die Verantw

ortung für das Kampfrichterwesen im Judo Verband Pfalz übernommen. Er betreibt seit 1972 Judosport und ist Träger des 4.Dan. Mit der Kampfrichtertätigkeit hat er 1992 begonnen.
An dieser Stelle sei ein Dank an seinen Vorgänger Hans Edrich für die geleistete Arbeit in den vergangenen Jahren ausgesprochen.
Jürgen Albert überzeugte bereits die Kampfrichter des Landesverbandes durch sein organisatorisches Talent. Innerhalb kurzer Zeit wurde ein Kampfrichter-Lehrgang im Januar durchgeführt. Der bereits seit Jahren geplante Wochenend-Lehrgang findet nun erstmalig tatsächlich statt. Außerdem wurde aufgrund der defizitären Anzahl der Kampfrichter wieder eine Kampfrichter-Ausbildung ausgeschrieben. Durch seine offene Art, mit der er auf die Vereine zugeht, konnte Jürgen Albert bereits mehrere Anwärter zur Kampfrichter-Ausbildung gewinnen. Außerdem wird für alle Interessenten des LV ein Lehrgang „Wettkampfregeln“ angeboten.
Landes-Kamprichterlehrgang 2006
Eine Woche nach dem DJB Kampfrichterseminar in Rauris trafen sich die Kampfrichter zum alljährlichen Januar-Lehrgang unter der Leitung von Jürgen Albert, dem neuen Kampfrichterreferenten des LV Pfalz. Die in Rauris besprochenen Neuerungen für das Wettkampfjahr 2006 sowie aktuelle Informationen wurden von ihm per Power-Point-Vortrag vorgestellt und erläutert.
Andreas Hempel, IJF-Kampfrichter, berichtete über das internationale Geschehen im Kampfrichterwesen. Gemeinsam mit Robert Keller leitete er schwerpunktmäßig die Analyse und Diskussion von Wettkampfszenen der aktuellen DVD der IJF. Danach wurde unter Aufsicht von Heine Huske die schriftliche Leistungsüberprüfung der Kampfrichter vorgenommen.
Jürgen Albert ging in seinen Ausführungen auf wichtige Aspekte der Kampfrichtertätigkeit ein. In diesem Zusammenhang ging es auch um Situationen am Mattenrand und deren Bewertung. In seinen Ausführungen wurde immer wieder verdeutlicht, dass die Kampfrichter eine große Verantwort

ung für das Zustandekommen attraktiver Judokämpfe auf der Matte haben. Die Voraussetzung dafür sind die genaue Kenntnis und Anwendung des bestehenden Regelwerkes, wobei es hier auf ein großes Maß an Fingerspitzengefühl ankommt, welches in keinem Regelwerk zu finden ist. Jürgen Albert stellte fest, dass ein enormer Bedarf an Schulung und Gedankenaustausch besteht, um das Regelwerk umsetzen zu können. Insbesondere die Regelinterpretationen sind von großer Bedeutung. Um allen Kampfrichtern den gleichen Wissensstand beim Leiten der Kämpfe zu vermitteln, ist die Teilnahme an dem anstehenden Wochenendseminar sehr wichtig.
Abschließend dankte Jürgen Albert allen Kampfrichtern für ihre Bereitschaft sich auf Neuerungen einzulassen und ihre gute und konstruktive Mitarbeit, durch die der Lehrgang ein Erfolg wurde.